Mikroplastik besteht aus winzigen Kunststoffteilchen, die entstehen, wenn größere Produkte zerfallen. Sie schweben in der Luft, sie stecken im Wasser und in vielen Lebensmitteln. Wir atmen sie ein, wir schlucken sie, manchmal unbemerkt jeden Tag. Die Forschung zeigt, dass besonders kleine Partikel Barrieren wie Darm oder Lunge überwinden können. In Tiermodellen gelangen sie in Blut und Gewebe, bis in Leber, Niere, Lunge und vermutlich sogar ins Gehirn. Ein stiller Transport, der in den Organen Spuren hinterlässt.
Was Mikroplastik im Immunsystem anrichtet
Immunzellen bewerten Mikroplastik wie Fremdkörper. Das führt zu Immunreaktionen bei denen auch oxidativer Stress entsteht und zu einer dauerhaften Aktivierung von Entzündungsbotenstoffen wie TNF alpha, IL 1 beta und IL 6. In vielen Tierstudien kippt das Gleichgewicht des Immunsystems, Entzündungen gewinnen die Oberhand. Wiederholte Belastungen schädigen den Darm, verändern das Mikrobiom und hinterlassen sichtbare Verletzungen in Leber, Niere und Lunge. Manche Studien zeigen sogar Veränderungen im Blut und Störungen des Stoffwechsels.
Was bedeutet das für uns Menschen auf unserem Planeten Mutter Erde?
Daten aus Humanstudien sind noch rar, doch erste Hinweise sind eindeutig. Mikroplastik kann die Immunabwehr aktivieren und möglicherweise zu chronischer Entzündung beitragen. Niemand weiß bisher, welche Mengen im Alltag wirklich kritisch sind. Sicher ist, dass wir die Belastung reduzieren sollten.
Hier eine kleine Auswahl an wirksamen Maßnahmen:
- Holzschneidebretter statt Plastikbretter in der Küche
- Metallene Komposteimer
- Lebensmittel in Glas- oder Metallbehältern lagern und einfrieren
- Tee ohne Kunststoffbeutel
- Wasserkocher ohne Plastik im Innenraum, auch ohne Kalksieb aus Kunststoff
- Leitungswasser filtern
- Unverpackte Lebensmittel kaufen
- Keine Coffee to go Becher nutzen
- Lebensmittel nicht in Kunststoffbehältern oder in Formen aus beschichteten Papier erwärmen
- Möglichst viel Kleidung aus natürlichen Fasern wie Baumwolle, Wolle, Leinen, Hanf, Tencel oder Bambusfasern
Den Körper von Mikroplastik befreien
Wer die Belastung noch gezielter senken möchte, kann medizinisch unterstützen. Eine moderne Möglichkeit ist die Apherese. Dabei wird Blut über ein Filtersystem geleitet, das Mikroplastikpartikel bindet und herauszieht. Ein Verfahren, das ursprünglich für Fette und Entzündungsstoffe genutzt wurde und nun für diese neue Belastung eingesetzt wird. In meiner Praxis steht diese Form der Blutreinigung zur Verfügung, um Menschen mit hoher Exposition oder chronischer Entzündung zu unterstützen.
Denn, um nicht depressiv zu werden, wenn man sich in dieser Art mit Umweltmedizin und Belastungen auseinandersetzt, ist es wichtig sich mit Lösungen auseinanderzusetzen, oder mit der Frage die Psych-K bei Negativem fragt: „Was möchte ich stattdessen?“
Dies ist natürlich einerseits, wie oben genannt das Meiden der Belastungsquellen, was aber zusehends unmöglich wird, da durch die Verklappung des Mülls im Meer unsere gemeinsame Lebensgrundlage, nämlich das Trinkwasser verunreinigt ist.
Die einzige uns bekannte Methode die den Körper bis in den Nanometerbereich von Fremdstoffen reinigt (neben dem Körper sich selbst natürlich) ist die Apherese.
Wie effektiv Ihre körpereigene Entgiftungsmaschinerie arbeitet kann man übrigens auch messen!
Warum? Um mehr Bewußtsein zu erlangen und zu wissen, ob die ständige Müdigkeit, die Borreliose, das schwache Immunsystem nur auf einen Mangel an essenziellen Stoffen (Bluttuning) zurückzuführen sind oder eben auf eine Fremdstoffbelastung (Mikroplastik, Pestizide, Lösemittel, Schwermetalle, PFAS).
Beides ist änderbar!
Privatpraxis dr. med. univ. D. Schmidt
Allersberger Straße 54
91154 Roth
Tel. 09171 1700
Quelle: Yang W, Jannatun N, Zeng Y, Liu T, Zhang G, Chen C, Li Y. Impacts of microplastics on immunity. Front Toxicol. 2022 Sep 27;4:956885. doi: 10.3389/ftox.2022.956885. PMID: 36238600; PMCID: PMC9552327.

