Wussten Sie, dass Sie sich vielleicht im Mangel befinden, ohne es zu wissen? „Unerkannt im Mangel!“ – das ist die bittere Realität in unseren Wartezimmern.

Jüngste Daten aus den USA (JAMA) zeigen das ganze Ausmaß des Versagens: Fast 40 % der jungen Frauen leiden unter massivem Eisenmangel. Und die britische Studie „Ironically Unwell“ belegt: 

  • Hohe Prävalenz: Trotz gesundheitsbewusstem Verhalten wiesen 6,0 % der Teilnehmer eine Anämie, also Blutarmut auf!
  • Geschlechtsunterschiede: Bei Frauen war fast jede zehnte (9,9 %) anämisch, bei Männern weniger als 3 %.
  • Eisenmangel: Fast ein Drittel der Frauen (31,6 %) litt an einem absoluten Eisenmangel, während funktioneller Eisenmangel in allen Altersgruppen und Geschlechtern weit verbreitet war.
  • Symptomlosigkeit: 59,9 % der untersuchten Personen gaben an, keine Symptome zu haben, was die Notwendigkeit routinemäßiger Screenings unterstreicht.

Selbst wer gesund lebt, rutscht oft in den Keller. Und was sagt Ihr Arzt? 

„Alles im Normbereich“

Ein fataler Irrtum – und eine handfeste Diskriminierung!

Warum sind die Normwerte für Frauen eigentlich niedriger als für Männer? Weil Frauen im Durchschnitt weniger Blut haben als Männer?! Das ist zu kurz gedacht und medizinisch zynisch! Im Biologieunterricht der 7. Klasse lernt auch ein Schüler der später einmal Medizin studiert, daß Frauen durch die Menstruation regelmäßig Eisen verlieren. 

Dies wirkt sich natürlich entleerend auf den Eisenspeicher Ferritin aus, wenn er nicht entsprechend nachgefüllt wird. Aber genau diesen “Zustand” messen die Labore bei ihren weiblichen Patienten ja im großen Feld! 

Da dies im Blut der kranken, gesunden und symptomfreien Patientinnen gemessen wird, bezeichnet man dies also als “normal”! – So werden übrigens Normwerte erstellet !!!

Mit Fatalen Folgen.

Die biologischen Unterschiede werden hierbei einfach ignoriert!!! Man nimmt also einen chronischen Verlustzustand und erklärt ihn zum Standard. Das ist diskriminierend, bzw. ignorant, weil es gerade Frauen, aber auch Männern den Zugang zum physiologischen Optimum verwehrt – nachdem nie jemand fragt!!!

Biochemische Reaktionen unterscheiden nicht zwischen Mann und Frau – sie brauchen ihre essenziellen Stoffe – sonst geht nix! 

Eisen: Mehr als nur „Blutbildung“

Eisen ist der Zündstoff für Ihr Überleben! In jeder Ihrer Billionen Zellen findet die Fenton-Reaktion statt.

Stellen Sie sich Ihr Immunsystem als Spezialeinheit vor. In der Fenton-Reaktion nutzt Eisen Wasserstoffperoxid, um aggressive Sauerstoffteilchen zu erzeugen. 

Das ist Ihre schärfste Munition! Mit diesen Radikalen reißt Ihre Körperpolizei Viren, Bakterien und Tumorzellen buchstäblich in Stücke.

Kein Eisen = Ladehemmung bei der Abwehr.

Fazit: fast jede Abwehrreaktion durch Ihre Makrophagen und Leukozyten braucht Eisen. Wer Sie mit niedrigen „Normwerten“ abspeist, nimmt Ihnen die biologische Munition!

Ferroptose: Der biologische „Entfernen“-Knopf

Und jetzt zum eigentlichen Geheimnis der Zellgesundheit: Die Ferroptose. Ein eisenabhängiger, programmierter Zelltod.

Die Ferroptose ist der Hausputz der Extraklasse. Wenn eine Zelle entartet oder von Viren gekapert wird, löst Eisen eine gezielte Kettenreaktion (Lipid-Peroxidation) aus. Die defekte Zelle wird sauber gelöscht.

  • Ohne Eisen: Der Müll bleibt liegen.
  • Ohne Eisen: Tumorzellen können schlechter abgewehrt werden.
  • Ohne Eisen: Sparflamme!

Fazit: Schluss mit dem Mittelwert des Elends!

Die Medizin orientiert sich an „gesunden Kranken“. Man misst den Mangel der Masse und nennt es „Norm“. Wir müssen aufhören, Defizite als physiologisch gegeben.

Molekularmedizin bedeutet: Wir messen nicht den Durchschnitt, wir messen das Potenzial und orientieren uns an frohmedizinischen Werten. Hören Sie auf, sich mit niedrigen Werten wie 30 ng/ml Ferritin zufrieden zu geben. Kämpfen Sie um Ihr Optimum!

Literatur / Quellen 

1. Irvine A, Watt J, Kurth MJ, et al. Ironically unwell: anaemia and iron deficiency among health-aware adults in the UK. Front Nutr. 2024;10:1342672.

2. Weyand AC, Chaitoff A, Freed GL, Sholzberg M, Choi SW, McGann PT. Prevalence of Iron Deficiency and Iron-Deficiency Anemia in US Females Aged 12-21 Years, 2003-2020. JAMA. 2023 Jun 27;329(24):2191-2193. doi: 10.1001/jama.2023.8020. PMID: 37367984; PMCID: PMC10300696.

3. Tang D, Chen X, Kang R, Kroemer G. Ferroptosis: molecular mechanisms and health implications. Cell Res. 2021;31(2):107-115.

4. Yang W, Stockwell B Ferroptosis: Death by Lipid Peroxidation, Trends in Cell Biology, 2015; 26, 165-176

5. Stockwell, B. R. (2022). Ferroptosis turns 10: Emerging mechanisms, physiological functions, and therapeutic applications. Cell, 185(14), 2401–2421.