Zink ist ein lebenswichtiges Spurenelement und wird häufig vor allem mit dem Immunsystem in Verbindung gebracht. Seine Bedeutung reicht jedoch wesentlich weiter. Es ist an zahlreichen biologischen Prozessen beteiligt, darunter Zellstoffwechsel, Zellteilung, Gewebereparatur, Hormonstoffwechsel, Immunabwehr und der Erhalt von Muskulatur.
Gerade beim gesunden Altern lohnt sich deshalb ein genauerer Blick. Forschung beschäftigt sich unter anderem mit der Frage, welchen Einfluss Zink auf Stoffwechselwege hat, die mit Alterungsprozessen in Verbindung stehen. Entscheidend ist dabei nicht allein, wie viel Zink über die Ernährung zugeführt wird. Ebenso wichtig sind Bioverfügbarkeit, tatsächlicher Zinkstatus und das Zusammenspiel mit anderen Mikronährstoffen.
Im Konzept des Bluttunings geht es deshalb nicht darum, einzelne Stoffe pauschal zu ergänzen. Es geht darum, zu messen, Zusammenhänge zu erkennen und die Versorgung individuell einzuordnen.
Das Wichtigste vorab
Zink ist an Hunderten enzymatischen und regulatorischen Vorgängen beteiligt. Eine ausreichende Versorgung ist unter anderem für Immunfunktion, Zellteilung, Gewebereparatur und Muskelstoffwechsel relevant.
Dabei zählt nicht nur die aufgenommene Menge. Ein Lebensmittel kann vergleichsweise viel Zink enthalten und dennoch nur begrenzt zur Versorgung beitragen, wenn gleichzeitig Stoffe enthalten sind, welche die Aufnahme hemmen.
Ein besonders wichtiger Faktor ist dabei Phytinsäure. Genau deshalb ist für uns im Bluttuning nicht nur entscheidend, was jemand isst oder supplementiert, sondern was davon letztlich im Körper ankommt und im Blut messbar wird.
Dieser Gedanke gehört bereits zur Grundidee der von Dr. Ulrich Strunz geprägten Frohmedizin. Nicht allein statistische Normbereiche stehen im Mittelpunkt, sondern die Frage, welche Werte für den einzelnen Menschen und seine individuelle Situation angestrebt werden. Die Strunz-Systematik unterscheidet deshalb zwischen klassischen Risikowerten und sogenannten Frohwerten, zu denen auch Mineralstoffe und Spurenelemente wie Magnesium, Zink und Kupfer gehören.
Was Zink im Körper leistet
Zink ist Bestandteil beziehungsweise Cofaktor zahlreicher Enzyme und Proteine. Entsprechend vielfältig sind seine Aufgaben.
Es spielt unter anderem eine Rolle bei Zellteilung und Gewebereparatur, der Funktion des Immunsystems, dem Proteinstoffwechsel, der Darmbarriere, der Speicherung und Freisetzung von Insulin, der Muskulatur und der männlichen Reproduktionsfunktion.
- Prostata und Prostatasekret
- Auge, insbesondere Retina und Choroidea
- Pankreas
- Hoden, Spermien und Seminalplasma
- Knochen
- Leber
- Haut und Haare
Gerade diese breite Verteilung macht verständlich, warum ein unzureichender Zinkstatus sehr unterschiedliche biologische Prozesse betreffen kann.

Warum Getreide und andere pflanzliche Lebensmittel die Zinkaufnahme beeinflussen können
Dr. Schmidt legt bei der Zinkversorgung besonderen Wert auf einen Punkt, der bei der reinen Betrachtung von Nährwerttabellen leicht übersehen wird: die Bioverfügbarkeit.
Getreide, Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen enthalten Phytinsäure beziehungsweise Phytat. Für die Pflanze erfüllt sie wichtige biologische Funktionen. Im menschlichen Darm kann Phytat jedoch Mineralstoffe binden.
Dazu gehören insbesondere Zink, Eisen, Kupfer und Mangan.
Dadurch können schwer lösliche Komplexe entstehen. Das gebundene Zink steht dann für die Aufnahme nur eingeschränkt zur Verfügung.
Genau deshalb sagt der rechnerische Zinkgehalt eines Lebensmittels noch nicht, wie viel Zink dem Organismus tatsächlich zur Verfügung steht.
Phytat macht aus „viel Zink“ nicht automatisch eine gute Zinkquelle
Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen können durchaus größere Mengen Zink enthalten. Gleichzeitig kann ihr Phytatgehalt die Resorption reduzieren.
Tierische Zinkquellen wie Fleisch, Eier oder Meeresfrüchte weisen dieses Problem in dieser Form nicht auf. Austern gehören zu den besonders zinkreichen Lebensmitteln.
Für die individuelle Ernährung bedeutet das nicht automatisch, pflanzliche Lebensmittel zu meiden. Es bedeutet aber, dass eine Zinkversorgung nicht allein anhand einer Lebensmitteltabelle beurteilt werden sollte.
Auch Zubereitung und Verarbeitung spielen eine Rolle. Einweichen, Keimen und Fermentation können den Phytatgehalt reduzieren und damit die Verfügbarkeit von Mineralstoffen verändern.
Phytinsäure kann auch mit anderen Nahrungsbestandteilen interagieren
Phytinsäure wird nicht nur wegen ihrer Bindung an Mineralstoffe untersucht. Sie kann auch mit Proteinen und Verdauungsenzymen interagieren.
Phytinsäure kann nach Einschätzung von dr. Schmidt nicht nur die Mineralstoffaufnahme beeinflussen, sondern auch mit Proteinen und Verdauungsenzymen interagieren und dadurch die Verfügbarkeit einzelner Aminosäuren beeinflussen.
Auch Interaktionen mit Enzymen wie Trypsin oder α-Amylase werden in der wissenschaftlichen Literatur beschrieben.
Weitere Ursachen eines niedrigen Zinkstatus
Neben der Bioverfügbarkeit können weitere Faktoren eine Rolle spielen.
Dazu gehören beispielsweise chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, anhaltender Durchfall, hoher Alkoholkonsum, Erkrankungen von Leber oder Niere sowie Lebensphasen mit verändertem Bedarf.
Auch im höheren Lebensalter können sich Ernährung, Resorption und Stoffwechsel verändern.
Deshalb gilt auch hier ein Grundprinzip des Bluttunings:
Nicht vermuten, sondern messen.
In der Strunz-Philosophie wird das Blutbild nicht lediglich als Sammlung einzelner Laborwerte verstanden. Vielmehr soll es Zusammenhänge zwischen Risikofaktoren, Entzündungsparametern, Aminosäuren, Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und Hormonen sichtbar machen.
Zink und die Langlebigkeits-Signalwege
Besonders spannend wird Zink im Zusammenhang mit der Alternsforschung.
Ein untersuchter Mechanismus ist der Insulin/IGF-1-Signalweg. Dieser spielt eine zentrale Rolle bei Wachstum, Entwicklung und Stoffwechsel und ist auch Gegenstand der Forschung zu Alterungsprozessen.
Eine Arbeit an Caenorhabditis elegans zeigte, dass Zinktransporter über diesen Signalweg Einfluss auf die Lebensspanne des Modellorganismus nehmen können.
Solche Forschungsergebnisse liefern Hinweise darauf, dass Zink tiefer in regulatorische Prozesse eingebunden ist, als es die klassische Betrachtung als „Spurenelement für das Immunsystem“ vermuten lässt.
Wichtig bleibt allerdings: Ein Fadenwurm ist kein Mensch. Die Ergebnisse zeigen einen interessanten biologischen Mechanismus, aber keinen Nachweis dafür, dass eine höhere Zinkzufuhr beim Menschen automatisch zu einem längeren Leben führt.
Zink und das Immunsystem
Mit zunehmendem Alter verändert sich die Leistungsfähigkeit des Immunsystems. Dieser Prozess wird als Immunoseneszenz bezeichnet.
Zink wird sowohl von Bestandteilen der angeborenen als auch der erworbenen Immunabwehr benötigt. Dazu gehören unter anderem Fresszellen und natürliche Killerzellen.
Darüber hinaus spielt Zink bei Barrierefunktionen des Körpers eine Rolle. Haut und Schleimhäute bilden eine erste Schutzschicht gegenüber der Umwelt. Auch Proteine wie Metallothioneine sind eng mit dem Zinkstoffwechsel verbunden.
Zink ist deshalb für eine normale Funktion des Immunsystems von Bedeutung.
Gerade bei wiederkehrenden Infekten betrachtet dr. Schmidt in der Praxis den Zinkstatus im Zusammenhang mit weiteren Laborwerten.
Zink und Muskulatur im Alter
Auch für die Muskulatur ist Zink relevant.
Eine Untersuchung bei Menschen mit chronischen Lebererkrankungen fand einen Zusammenhang zwischen niedrigen Serum-Zinkwerten und Sarkopenie.
Zink ist außerdem an zahlreichen Vorgängen beteiligt, die für Proteinstoffwechsel, Zellteilung und Regeneration relevant sind.
Für das gesunde Altern ist das ein wichtiger Zusammenhang. Muskelmasse und Muskelkraft gehören zu den entscheidenden Faktoren für Mobilität und Selbstständigkeit im höheren Lebensalter.
Dabei sollte Zink jedoch nicht isoliert betrachtet werden. Bewegung, Krafttraining, Eiweißversorgung, Aminosäuren, Hormone und weitere Mikronährstoffe gehören zum Gesamtbild.
Gerade diese vernetzte Betrachtung entspricht der Strunz-Philosophie des Bluttunings.
Zink und Testosteron
Dr. Schmidt betrachtet Zink in der Praxis auch im Zusammenhang mit Testosteron.
Zink ist für verschiedene Prozesse der männlichen Reproduktionsfunktion und des Hormonstoffwechsels relevant. Ein unzureichender Zinkstatus kann deshalb auch im Zusammenhang mit niedrigen Testosteronwerten von Bedeutung sein.
In der Praxis beobachtet dr. Schmidt nach eigener Erfahrung ebenfalls Zusammenhänge zwischen niedrigen Zinkwerten und einem niedrigen Testosteronspiegel.
Entscheidend bleibt auch hier die Messung. Ein niedriger Testosteronwert kann viele Ursachen haben und sollte deshalb nicht allein auf den Zinkstatus zurückgeführt werden.
Damit entspricht die Einordnung dem Grundprinzip des Bluttunings: Nicht ein einzelner Wert entscheidet, sondern das Zusammenspiel der Parameter.
Zink und Kupfer gehören zusammen
Ein besonders wichtiger Zusammenhang besteht zwischen Zink und Kupfer.
Beide Spurenelemente beeinflussen sich gegenseitig. Deshalb betrachtet Dr. Schmidt Zink im Rahmen des Bluttunings nicht isoliert, sondern insbesondere in Relation zum Kupferstatus.
Das ist auch deshalb relevant, weil eine längerfristig hohe Zinkzufuhr Auswirkungen auf den Kupferhaushalt haben kann.
Im Rahmen der umfassenden Blutanalyse werden deshalb beide Parameter gemeinsam eingeordnet.
Wie Zink bei Mein Bluttuning gemessen wird
Zink gehört bei Mein Bluttuning zu den Parametern, die im Rahmen der umfassenden Blutanalyse standardmäßig bestimmt werden.
Die Einordnung erfolgt dabei nicht ausschließlich danach, ob ein Wert innerhalb eines statistischen Referenzbereichs liegt.
Genau an dieser Stelle knüpft die Praxis an das von Dr. Ulrich Strunz geprägte Konzept an.
Strunz unterscheidet in seinen Unterlagen zwischen klassischen Referenz- beziehungsweise „Drohwerten“ und sogenannten „Frohwerten“. Der Gedanke dahinter lautet: Ein Laborwert kann innerhalb eines statistischen Referenzbereichs liegen und trotzdem noch nicht dem individuellen Ziel entsprechen.
Zu den von Strunz beschriebenen Frohwerten gehören ausdrücklich unter anderem Aminosäuren, Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Hormone. Zink und Kupfer werden dabei ausdrücklich als relevante Spurenelemente genannt.
Dr. Schmidt führt diese Form der individuellen Betrachtung heute in Mein Bluttuning weiter.
Aus der großen Blutanalyse kann anschließend ein individueller Einnahmeplan abgeleitet werden, der die gemessenen Defizite und Zusammenhänge berücksichtigt.
Welche Form von Zink verwendet Dr. Schmidt?
Aus seiner Praxiserfahrung bevorzugt Dr. Schmidt häufig Zink-Picolinat.
Nach seiner Beobachtung wird diese Verbindung von vielen Patienten gut vertragen. Gleichzeitig sieht er damit in Verlaufsmessungen häufig eine Verbesserung zuvor niedriger Zinkwerte.
Welche Menge eingesetzt wird, richtet sich nach Ausgangswert, Begleitwerten und der individuellen Situation.
Dr. Schmidt schreibt dazu in seiner Korrektur, dass abhängig vom Ausgangswert häufig etwa 60 mg zur Nahrung eingesetzt und gut vertragen werden.
Die Einnahme zu einer Mahlzeit empfiehlt er insbesondere deshalb, weil Zink nüchtern bei manchen Menschen Übelkeit verursachen kann.
Kann man Zink überdosieren?
Grundsätzlich kann auch Zink zu hoch dosiert werden. Besonders bei langfristig hoher Zufuhr ist deshalb der Kupferstatus relevant.
Dr. Schmidt weist aus seiner Praxiserfahrung allerdings darauf hin, dass er problematisch hohe Zinkwerte bei ärztlich gesteuerter Einnahme nur selten beobachtet. Gerade deshalb gehört für ihn zur Supplementierung immer die Kontrolle durch Laborwerte.
Die praktische Konsequenz lautet somit nicht, beliebig hohe Mengen einzunehmen, sondern:
messen, gezielt ergänzen und erneut messen.
Das entspricht auch dem zentralen Strunz-Prinzip, nach dem eine Ergänzung nicht allein nach allgemeinen Empfehlungen erfolgen sollte, sondern anhand der tatsächlichen Blutwerte gesteuert wird.
Häufige Fragen zu Zink
Wie erkennt man einen Zinkmangel?
Beschwerden allein erlauben keine sichere Diagnose. Wiederkehrende Infekte, Veränderungen an Haut und Haaren oder eine beeinträchtigte Wundheilung können viele verschiedene Ursachen haben.
Bei Mein Bluttuning wird der Zinkstatus deshalb gemessen und zusammen mit weiteren Laborwerten eingeordnet. Ein einzelner Wert wird dabei nicht losgelöst vom übrigen Gesundheitsbild betrachtet.
Welche Lebensmittel enthalten besonders viel Zink?
Eine der bekanntesten und besonders zinkreichen Quellen sind Austern. Auch Fleisch, Eier und Milchprodukte tragen zur Zinkversorgung bei.
Pflanzliche Lebensmittel wie Nüsse, Samen, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte können ebenfalls relevante Zinkmengen enthalten. Gleichzeitig kann ihr Phytatgehalt jedoch die tatsächliche Aufnahme reduzieren.
Was haben Austern und Casanova miteinander zu tun?
Giacomo Casanova wird bis heute mit dem Verzehr großer Mengen Austern in Verbindung gebracht.
Austern gehören tatsächlich zu den Lebensmitteln mit besonders hohem Zinkgehalt. Und Zink wiederum spielt eine Rolle im männlichen Reproduktions- und Hormonstoffwechsel.
Ob Casanova diesen Zusammenhang kannte oder sein Austernkonsum tatsächlich etwas mit seinem berühmten Liebesleben zu tun hatte, bleibt allerdings eine historische Anekdote.
Warum ist Zink bei vegetarischer und veganer Ernährung besonders interessant?
Nicht weil eine pflanzliche Ernährung automatisch zu Zinkmangel führt. Relevant ist vielmehr der häufig höhere Phytatgehalt. Dieser kann die Zinkresorption reduzieren.
Deshalb ist in solchen Ernährungssituationen die tatsächliche Versorgung interessanter als eine rein rechnerische Betrachtung der aufgenommenen Zinkmenge.
Welche Rolle spielt Zink für das Immunsystem?
Zink ist an zahlreichen Vorgängen der Immunabwehr beteiligt. Dazu gehören die Funktion verschiedener Immunzellen sowie Barrierefunktionen von Haut und Schleimhäuten.
Ein niedriger Zinkstatus kann deshalb die normale Immunfunktion beeinträchtigen.
Bei wiederkehrenden Infekten betrachtet dr. med. univ. Dieter Schmidt Zink jedoch nicht isoliert, sondern zusammen mit weiteren Laborparametern.
Zink, Kupfer und die Walsh-Methode
Dr. Schmidt misst Zink insbesondere auch im Verhältnis zu Kupfer.
Für die Praxis ist dieser Zusammenhang nicht nur für den Mikronährstoffhaushalt interessant. Er spielt auch innerhalb des von Dr. William Walsh entwickelten Ansatzes eine Rolle.
Walsh beschäftigt sich unter anderem mit Zusammenhängen zwischen Spurenelementen, Methylierung und Neurotransmitterstoffwechsel. Dr. Schmidt nutzt diese Perspektive in der Praxis insbesondere bei Patienten mit entsprechenden Fragestellungen.
Zink und KPU/HPU
Dr. Schmidt weist außerdem darauf hin, dass er bei Patienten mit Kryptopyrrolurie beziehungsweise KPU/HPU einen erhöhten Zinkbedarf beobachtet und diesen Zusammenhang in der Labordiagnostik berücksichtigt.
Zink im Bluttuning
Am Ende führt das Thema wieder zum Kern der Praxis zurück.
Es reicht nicht aus zu wissen, dass Zink grundsätzlich wichtig ist.
Entscheidend sind Fragen wie: Wie ist der persönliche Zinkstatus? Wie steht Zink im Verhältnis zu Kupfer? Wie sieht die Ernährung aus? Gibt es Hinweise auf eine eingeschränkte Aufnahme? Welche weiteren Mikronährstoffe und Hormone sind auffällig? Wie entwickeln sich die Werte unter einer individuell abgestimmten Einnahme?
Genau dieses Denken steckt hinter dem Bluttuning.
Schon Dr. Ulrich Strunz beschrieb Gesundheit nicht als Betrachtung einzelner Laborparameter. Die „Frohwerte“ umfassen Aminosäuren, Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Hormone. Entscheidend sei, die Werte zu messen und anschließend medizinisch zu „übersetzen“.
dr. med. univ. Dieter Schmidt führt diesen Ansatz heute weiter und verbindet ihn mit seiner eigenen ärztlichen Erfahrung und aktueller Labordiagnostik.
Fazit
Zink ist weit mehr als ein Spurenelement für das Immunsystem.
Es ist an zahlreichen Prozessen beteiligt, die für Stoffwechsel, Muskulatur, Barrierefunktion, Reproduktion und gesundes Altern relevant sind.
Gleichzeitig zeigt gerade Zink, warum eine rein rechnerische Betrachtung von Ernährung und Nahrungsergänzung zu kurz greift. Phytat kann die Aufnahme beeinflussen, Zink steht in enger Wechselwirkung mit Kupfer und der individuelle Bedarf unterscheidet sich.
Deshalb folgt Mein Bluttuning auch bei Zink einem einfachen Grundprinzip:
Messen. Zusammenhänge verstehen. Individuell ergänzen. Wieder messen.
Das ist letztlich der Kern des von Dr. Strunz geprägten Bluttunings und der Ansatz, den dr. med. univ. Dieter Schmidt in der Praxis weiterführt.
Zinkstatus individuell einordnen lassen
Im Rahmen der umfassenden Blutanalyse wird der Zinkstatus bei Mein Bluttuning standardmäßig bestimmt und gemeinsam mit weiteren relevanten Laborparametern eingeordnet.
Auf Grundlage der Ergebnisse kann dr. med. univ. Dieter Schmidt gemeinsam mit Ihnen besprechen, welche weiteren Schritte in Ihrer persönlichen Situation sinnvoll sind.
Fazit: Die Menge allein sagt wenig über die Wirkung
Ob ein Magnesiumpräparat im Körper ankommt, hängt nicht nur von der Dosierung ab, sondern auch von der chemischen Verbindung, der individuellen Aufnahme und dem Zusammenspiel mit anderen Laborwerten. Eine isolierte Betrachtung der Dosierung greift daher zu kurz.
Über den Autor
Medizinisch eingeordnet von dr. med. univ. Dieter Schmidt
Dr. med. univ. Dieter Schmidt ist Facharzt für Viszeralchirurgie sowie Alpin- und Höhenmediziner und ärztlicher Leiter der Privatpraxis Mein Bluttuning in Roth.
Nach langjähriger klinischer Tätigkeit übernahm er 2022 die ehemalige Privatpraxis von Dr. Ulrich Strunz. Zu seinen heutigen Schwerpunkten gehören Bluttuning, umfassende Labordiagnostik, therapeutische Apherese und ganzheitliche Medizin.
Medizinischer Hinweis
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine persönliche ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Laborwerte, Nahrungsergänzungsmittel und Dosierungen sollten immer im individuellen medizinischen Kontext beurteilt werden.
Quellen und weiterführende Literatur
- Novakovic S, Molesworth LW, Gourley TE, Boag PR, Davis GM. Zinc transporters maintain longevity by influencing insulin/IGF-1 activity in Caenorhabditis elegans. FEBS Letters. 2020;594(9):1424–1432. doi:10.1002/1873-3468.13725
- Mocchegiani E, Romeo J, Malavolta M, et al. Zinc: dietary intake and impact of supplementation on immune function in elderly. Age (Dordrecht). 2013;35(3):839–860. doi:10.1007/s11357-011-9377-3
- Nishikawa H, Enomoto H, Yoh K, et al. Serum Zinc Concentration and Sarcopenia: A Close Linkage in Chronic Liver Diseases. Journal of Clinical Medicine. 2019;8(3):336. doi:10.3390/jcm8030336
- Gupta RK, Gangoliya SS, Singh NK. Reduction of phytic acid and enhancement of bioavailable micronutrients in food grains. Journal of Food Science and Technology. 2015;52(2):676–684.
- Muckenthaler MU, Petrides PE. Spurenelemente. In: Löffler/Petrides Biochemie und Pathobiochemie. 10. Auflage. Springer; 2022.
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