„Unser Wasser ist sauber!“ … Denken Sie – Doch die Realität sieht anders aus und die moderne Analytik zeigt etwas anderes!

Haben Sie sich schon mal Gedanken darüber gemacht wo in unserer doch so modernen fortschrittlichen Welt Die Substanzen die zu diesem Fortschritt beitragen (Mikroplastik, Lösemittel Weichmacher, Medikamente, Pharmaka, Schwermetalle, etc.) am Ende hinkommen?

Ich mir schon denn ich messe! Und zwar nicht nur froh medizinische Werte, sondern eben auch Pestizide, Lösemittel, Schwermetalle und Ewigkeitsmoleküle und zwar in Ihrem Blut!

Ich sehe nicht nur erhöhte Werte und teilweise Mehrfachbelastungen, sondern auch, daß in den letzten 10 Jahren manche Grenzwerte angehoben wurden. Sie wissen, daß die Grenzwerte der Labore immer davon abhängen wie viele und welche Werte sie messen. Das heißt abhängig von der Bestimmungsmethode und den gemessenen Werten werden Grenzwerte angesetzt.  Zum Beispiel ist der Quecksilberwert von meinem ersten Blut Tuning während meines Medizinstudiums von 1,0 auf jetzt 2,0 µg/l angehoben worden.

Das ist kein böser Wille, das Labor grenzt eben nur das Feld ein, indem es misst.

Nachdem Medikamente Sie durchlaufen haben gelangen sie ins Abwasser und somit in die Umwelt und damit zurück zu uns.

Da fällt mir das indianische Sprichwort ein: „Spuckst Du auf den Boden, so spuckst Du auf die Asche Deiner Väter“ also eigentlich auf Dich selbst.

Warum? Weil flächendeckend keine Klärmethode bei der Wasseraufbereitung für diese Substanzen angewandt wird!

Möglichkeiten gibt´s da schon, nämlich die 4. Klärstufe, die genau auf diese Stoffe abzielt.

Im Einzelnen:

Das Abwasser durchläuft 3 Stufen:1. Mechanisch 2. Biologisch 3. Chemisch. Damit entfernt man Schmutz, organische Stoffe, etc.

Nicht geklärt werden Medikamentenrückstände, Pestizide, hormonaktive Stoffe, PFAS, Mikroplastik, u.v.a.m.

Viele dieser Stoffe rutschen einfach durch und sind im Trinkwasser nachweisbar und aktiv:

SubstanzWirkstoffklassetypische Konzentration im Trinkwasser (ng/L)Quelle / DOI
MetforminAntidiabetikum<1–20 ng/LWilkinson et al. 2022 – Pharmaceutical pollution of the world’s rivers, PNAS – DOI: 10.1073/pnas.2113947119
CarbamazepinAntiepileptikum~0.5–10 ng/LSilva et al. 2018 – Carbamazepine as a Possible Anthropogenic Marker in Water, Water – DOI: 10.3390/w10020107
ValsartanAntihypertensivum (Sartan)~2–10 ng/LNödler et al. 2014 – Sartans in the water cycle, Water Research – DOI: 10.1016/j.watres.2014.06.027
TelmisartanAntihypertensivum (Sartan)bis ~40 ng/LNödler et al. 2014 – Water Research – DOI: 10.1016/j.watres.2014.06.027
FluconazolAntimykotikum~1–4 ng/Laus Monitoringstudien zu Arzneimitteln in Trinkwasseraufbereitungsanlagen – Gogoi et al. 2018 – Science of the Total Environment – DOI: 10.1016/j.scitotenv.2018.07.051
ClarithromycinAntibiotikum~0.1–1 ng/LGogoi et al. 2018 – Science of the Total Environment – DOI: 10.1016/j.scitotenv.2018.07.051
DiclofenacNSAID-Schmerzmittel<1–10 ng/Laus globalen Reviews zu Arzneimittelrückständen – Gogoi et al. 2018 – Science of the Total Environment – DOI: 10.1016/j.scitotenv.2018.07.051
IbuprofenNSAID-Schmerzmittel<1–10 ng/LGogoi et al. 2018 – Science of the Total Environment – DOI: 10.1016/j.scitotenv.2018.07.051
SulfamethoxazolAntibiotikum<1–10 ng/LGogoi et al. 2018 – Science of the Total Environment – DOI: 10.1016/j.scitotenv.2018.07.051
Ethinylestradiol (EE2)synthetisches Östrogen<0.1–1 ng/LJohnson et al. 2013 – Do concentrations of ethinylestradiol in drinking water cause health risks?, Environmental Science & Technology – DOI: 10.1021/es4036338
Radiokontrastmittel (z. B. Iopromid)diagnostische Arzneimittel~1–20 ng/Laus Reviews zu persistenten pharmazeutischen Stoffen – aus Water Research / STOTEN Monitoringstudien – DOI: 10.1016/j.scitotenv.2018.07.051

.Jetzt sagen Sie, ja Nanogrammbereich, das interessiert mich nicht.

Sie trinken täglich ca 3 Liter Wasser!

manche Substanzen wirken schon im ng-Bereich

Zusätzlich wirken viele verschiedene Stoffe gleichzeitig zusammen und dieses Orchester kann den toxischen Effekt verstärken

Bei steigender Medikamentennutzung und vermehrtem Anfall industrieller Abbauprodukte, sowie der Anwendung von immer neuen chemischen Verbindungen wird dies sicher nicht abnehmen und wir zunehmend zum Umweltfaß

Die Lösung gibt es längst; sie heißt 4. Reinigungsstufe. Technisch simpel:

Ozon – also Oxidation: Es zerstört viele Medikamentenmoleküle.

                oder

Aktivkohle: ein gigantischer Binder für organischen Stoffe. Es bindet Arzneimittel, Pestizide, Industriechemikalien, u.v.a.m. (wird jahrelang von uns bei Patienten mit Belastungen eingesetzt und ist auch ein Akutmedikament bei Vergiftungen, denn im Magendarmtrakt wirkt dies auch)

Die Wirkung? Je nach Stoff und Anlage:

  • 60–95 % Reduktion bei vielen Arzneimitteln
  • 50–90 % bei vielen Pestiziden
  • stark stoffabhängig

Beeindruckend!!! Nicht?

Aber jetzt die entscheidende Zahl! Deutschland hat ungefähr 9.000 Kläranlagen. Wie viele davon besitzen eine vierte Reinigungsstufe?

Etwa 60 Anlagen!!! Das sind…weniger als 1 % !!!

Mit anderen Worten: In über 99 % der Kläranlagen werden o.g. Stoffe überhaupt nicht oder kaum entfernt.!!!

Etwas Positives. Die EU weiß um dieses Problem! Und handelt….

Sie hat die EU-Kommunalabwasserrichtlinie (kurz: KARL) erneuert. Nach ihr „müssen die größten Kläranlagen bis 2045 mit einer vierten Stufe nachgerüstet werden. Laut Umweltbundesamt (UBA) betrifft das 155 Kläranlagen. Kleinere Kläranlagen müssen nachgerüstet werden, wenn sie in Risikogebieten liegen, also etwa dort, wo Trinkwasser gewonnen wird. Laut Fachleuten des Umweltbundesamtes betrifft das etwa 580 bis 600 Klärwerke“. „Damit diese Kosten nicht allein bei den Verbrauchenden hängen bleiben, nimmt die EU mit der neuen Abwasserrichtlinie erstmals die Hersteller in die Pflicht: Produzenten von Arzneimitteln und Kosmetika müssen sich künftig zu 80 Prozent am Ausbau und Betrieb der vierten Reinigungsstufe beteiligen. Die Mitgliedsstaaten müssen die Richtlinie bis Ende 2027 in nationales Recht umgesetzt haben, Ende 2028 wird dann die Herstellerverantwortung greifen.“ so der TÜV Nord.

Die Hersteller prozessieren natürlich dagegen!

Ich weiß ja nicht ob Sie bis 2045 Zeit haben, ich persönlich glaube an die Apherese!

Will man aber möglichst wenig bioaktive Substanzen im Wasser haben und damit in sich:

1️⃣ Aktivkohle- oder Umkehrosmosefilter nutzen

2️⃣ Wasser selber testen lassen

3️⃣ Wasser in Glas oder Edelstahl lagern

4️⃣ Medikamente korrekt entsorgen (Nicht an Strunzianer gerichtet, denn die nehmen keine!)

5️⃣ Regelmäßig Detox! Apherese, Detoxprotokolle

Quellen:

https://www.tuev-nord.de/de/wissen/explore/ab-auf-die-vierte-stufe

P.s. zwar nicht in peer reviewten Multicenterstudien etabliert aber in der Praxis oft gesehen: Infekte mit Borrelien, Parasiten, etc. gehen oftmals einher mit Belastungen.

Aus physiologischer Sicht logisch: diese Stoffe blockieren einfach Stoffwechselwege, lösen Abwehrreaktionen und damit Entzündung aus, können teilweise mutagen wirken und schwächen das Immunsystem. Die Folge: schwelende Infektionen, die wir in uns tragen wie EBV, Borrelien, Toxoplasmen, Parasiten, Pilze etc. flackern auf.

Leider geht´s aus unserer Sicht allein frohmedizinisch nicht, es sei denn Detox zählt dazu.

Gerne informieren wir Sie:

Privatpraxis dr. med. univ. Dieter Schmidt

Allersberger Straße 54

91154 Roth

Tel. 09171 1700