Glyphosat wirkt sehr präzise.

Es kappt der Pflanze die Versorgung mit lebenswichtigen Bausteinen in der Pflanze.

Es greift nicht die Eiweißbildung direkt an, sondern viel früher – bei der Herstellung wichtiger essentieller Bausteine.

Pflanzen nutzen zur Herstellung von Aminosäuren einen speziellen Stoffwechselweg, den sogenannten Shikimatweg.

Phenylalanin, Tyrosin und Tryptophan.– die aromatischen Aminosäuren werden über diesen Weg in der Pflanze hergestellt.

Genau dort blockiert Glyphosat ein Schlüsselenzym. Wie ein Sandkorn im Getriebe.

Diese Aminosäuren sind für die Pflanzenstruktur lebenswichtig. Ohne sie, kein Wachstum, keine Stabilität, kein Schutz.

„Essenziell“ bedeutet hier aber nicht wie bei uns Menschlein, von außen zuführen, sondern sie müssen sie herstellen können ansonsten keine Stabilität der Zellwand, die Pflanze stirbt.

Aromatische Aminosäuren – War da nicht was???

Phenylalanin + Tyrosin für Katecholamine:

Tyrosin → L-DOPA → Dopamin → Noradrenalin → Adrenalin

Tryptophan für Serotonin & Melatonin

Tryptophan → 5-HTP → Serotonin → Melatonin

SerotoninStimmung, Darmmotilität
DopaminMotivation, Belohnung
NoradrenalinStressreaktion, Aktivität
MelatoninSchlaf
Phenole / IndoleImmunmodulation

Wie im Außen so im Innen: Ihre Darmbakterien nutzen den Shikimatweg ebenso um Ihnen die aromatischen Aminosäuren bereit zu stellen,

denn alles was Sie essen läuft über den Stoffwechsel der Darmbakterien – auch für die Bereitstellung aromatischer Aminosäuren!

Das Mikrobiom moduliert somit die Neurotransmittersynthese!

Das wissen Sie! Es beeinflusst wesentlich wie viel Tryptophan für Sie verfügbar ist, ob es in Richtung Serotonin geht oder in den Kynurenin-Stoffwechsel abzweigt (Entzündungsweg), wieviel Histamin durch Bakterien abgebaut werden, wieviel Glutamin für Darmepithel-Regeneration verbraucht wird statt für Neurotransmitter- oder Immunfunktionen, wieviel Cystein in die Glutathion-Produktion fließen kann bei oxidativem Stress und z.B. wieviel Vitamin B6 als Cofaktor noch übrig ist, bei chronischer Entzündung für Serotonin- und Dopaminsynthese im Gehirn!

Viele funktionelle Gruppen der Darmbakterien nutzen den Shikimatweg zur Herstellung aromatischer Aminosäuren nutzen wie z.B.: Bacteroidetes (z. B. Bacteroides thetaiotaomicron, Bacteroides fragilis), Firmicutes (z. B. Clostridium, Ruminococcus, Faecalibacterium), Proteobacteria (z. B. Escherichia coli), Actinobacteria (z. B. Bifidobacterium).

Das Darmmikrobiom ist messbar!

In den Mikrobiom-Messungen, die wir seit Praxisübernahme durchführen messen wir teilweise katastrophale Werte. Gerade in der Artenvielfalt und bei den Funktionellen Gruppen. Die Bifidobakterien schwinden zunehmend dahin, wir finden häufig ein Leaky Gut und Entzündungen stehen an der Tagesordnung. Auch die immunologische Barrierefunktion ist häufig reduziert. Dies öffnet Tür und Tor für Eindringlinge (Viren, Bakterien Fremdstoffe).

Auch ein Leaky Gut ist kein Spaß denn ein gesunder Darm schirmt Sie vor toxischen Substanzen, die auch natürlicherweise und zwangsläufig bei der Verdauung entstehen ab. Ist er undicht, also löchrig können diese Substanzen über Blut und Lymphe in den Organismus eindringen.

Man geht davon aus, wenn ein Leaky gut lange genug besteht wird auch die Blut-Hirn-Schranke angegriffen.

Hier wundert nicht, daß wir dann im Blut entsprechend niedrige Werte bei Vitaminen, Spurenelementen und beim Aminogramm messen! – Mir ist das klar denn ich weiß Ihr Darm nimmt eine Fläche etwa so groß wie ein Fußballfeld ein!

Wenn im Darm ständig Reparaturprozeße stattfinden müssen oder eine Entzündung vorherrscht zehrt das vehement an Ihren Reserven und dann sieht Ihr Aminogramm entsprechend aus!

Sie wissen das Blut ist nur eine indirekte Methode. Ein Transfermedium. Es zeigt wieviel für Ihre Organe, für Ihr Gehirn zur Verfügung steht, bzw. das jeweilige Organ abschöpfen kann. (In die Zellen direkt können wir nur teilweise schauen).

Ein gesundes Mikrobiom ist Grundlage für frohmedizinische Werte!

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Was tun?  Hier die wichtigsten 7 Punkte:

  1. Detox: Zeolith, Trinkmoor etc. oder elegant und effektiv Apherese
  2. Fermentierte Lebensmittel wie Sauerkraut, fermentiertes Obst, fermentiertes Gemüse, Joghurt oder Kefir, am besten selbst gemacht, nur dann wissen Sie sicher was Sie essen.
  3. Knochenbrühe. Ein echtes Kraftpaket für Ihren Körper. Sie liefert bioverfügbares Kollagen. Das wirkt auch entzündungshemmend, stabilisiert den Darm, hilft bei Reparaturen, stärkt das Bindegewebe. Gleichzeitig stecken viele essenzielle Nährstoffe drin.
  4. Vermeiden Sie Getreideprodukte – sie lösen Entzündung aus!
  5. Reduzieren oder vermeiden Sie Zucker und verarbeitete Lebensmittel
  6. Ernähren Sie sich überwiegend von natürlichen, unverarbeiteten Lebensmitteln, high Protein, low Carb: insbesondere Fleisch, Fisch, Eier, Gemüse, Obst, Nüsse und natürliche Fette.
  7. Wenn dann gezielt Probiotika und Präbiotika um das Gleichgewicht der Darmbakterien zu unterstützen – dies kann im Rahmen einer Mikrobiomanalyse gemessen werden und maßgeschneidert auf Sie erfolgen. Warum? Weil hier unter anderem genau errechnet wird welche Bakterienstämme fehlen und von welchen Ihr Darm-Mikrobiom am besten profitiert

Gerne informieren wir Sie:

Privatpraxis dr. med. univ. Dieter Schmidt

Allersberger Straße 54

91154 Roth

Tel. 09171 1700