Allein schon dieses Wort: Multiple Sklerose. Furchteinflößend!!!

Für die Meisten ein Stempel. Eine unumstößliche Wahrheit. Und für viele Betroffenen ein grauenvolles Schicksal… traumatisierend!!! – da geht sofort das Kopfkino los – Drohmedizin at it´s finest!!

Was passiert da eigentlich?

Die Multiple Sklerose gilt als Autoimmunerkrankung. Heißt: Das Immunsystem greift körpereigenes Gewebe an.

Frage: Warum sollte es das tun? Ohne Grund? – Unlogisch!

Der Körper ist kein Selbstzerstörungsprogramm. Der Körper reagiert. Immer!

Wie wird die Diagnose MS gestellt? Was ist die Annahme?

Schulmedizinisch wie immer ganz klar Autoimmun! Punkt. Haken dran. Therapie Immunsuppression!

Sie wissen, daß Diagnose übersetzt Durchblick Einblick übersetzt heißt. Und wer den haben will muß eine Ursache nennen können!

Diagnose ist also ein großes Wort. Und bei MS?

Wir sehen: Herde im MRT. Entzündungszeichen im Liquor. Typische Verläufe. Zusammengefasst in den McDonald-Kriterien.

Das ist zwar sicherlich ein Muster, jedoch kein Beweis für eine Ursache.

Zur Bildgebung. MRT.

Kurz nachgedacht: Flecken im Gehirn.

Und damit sofort: MS? Langsam…

Das MRT zeigt:

  • Entzündung
  • Läsionen

Aber: keine Ursache

Und jetzt kommt´s: Solche Befunde können auch auftreten bei:

  • Neuroborreliose
  • Toxoplasmose
  • Und anderen Erregern

In der Bildgebung kaum zu unterscheiden. Also:

👉 Bild ≠ Diagnose
👉 Muster ≠ Ursache

Einfacher: Das MRT zeigt das Feuer. Nicht den Auslöser.

Das zentrale Problem

Es existiert schlichtweg kein eindeutiger Marker, den man spezifisch der MS zuordnen kann, sondern lediglich eine Zusammenreihung an Symptomen und Befunden: typische Beschwerden, typische MRT-Muster, typische Verteilung, typische Liquorbefunde, typische Verläufe, die jedoch unspezifisch sind, da sie auch bei Entzündungen und Gehirninfektionen vorkommen!

Also: keine Gewissheit – kein Beweis

Ich weiß nicht wie es Ihnen geht aber mich stellt das nicht zufrieden!

Ich möchte Ursachen finden.

Andere Ansätze

Leider findet man diese oftmals weit ab vom Schuß – können Sie selbst ausprobieren und suchen… Sie werden immer wieder das gleiche finden. Autoimmun – Entzündung – Immunsuppression!

Und irgendwie finde ich es gefährlich diese Einstellung, wenn alle immer das Gleiche sagen, sich still zunickend einig sind. „Das ist die Wahrheit und wer was anderes behauptet der lügt“, hab ich selbst im Krankenhaus noch so gehört!

Ab vom Schuß liegen ganz andere Ansätze und passend zu o.g. These, manchmal sehr einleuchtende:

Dr. Alan B. MacDonald (1934–2025)!

Er fand in einer Fallserie von 10 MS Obduktionen in der Cerebrospinalflüssigkeit unerwartet mikroskopisch kleine Larven von Cestoden (Bandwürmern) unbekannter Art – also er hat sie g e s e h e n! und auch Borrelien mittels DANN Markierung nachgewiesen.

Chmielewska-Badora et al.

“Lyme borreliosis and multiple sclerosis: any connection? A seroepidemic study”, Ann Agric Environ Med, 2000/2003:

„Es wurde ein statistisch signifikanter (p=0,0422) Zusammenhang zwischen der klinisch bestätigten Diagnose Multipler Sklerose und der positiven serologischen Reaktion mit Borrelia-Antigen festgestellt… Das Ergebnis deutet darauf hin, dass Multiple Sklerose häufig mit einer Borrelia-Infektion verbunden sein kann“

Pawełczyk et al. (2024)

Seroprevalence of Toxoplasma gondii and Borrelia burgdorferi infections in patients with multiple sclerosis in Poland.

Es finden sich vermehrt Antikörper gegen Toxoplasmen und Borrelien im Blut von MS Patienten:

„Die IgM-Seroprävalenz war bei MS-Patienten etwa sechsmal höher …als im Blut gesunder Spender“,
„die bei MS-Patienten beobachtete IgG-Seroprävalenz im Vergleich zur Seroprävalenz bei Blutspendern signifikant höher…“.

Vitamin D

Sie kennen jetzt den Schorsch. „Mit dem Sie bayerisch umgangssprachlich sprechen dürfen. Also „hopp, Schorsch, mess amol …“, sowie die „160 ng/ml oder mehr, um die fürchterliche Autoimmun-Krankheit zu stoppen…Nicht irgendwelche Durchschnittswerte irgendwelcher Ärzteverbände.“

Was genau macht Vitamin D nochmal mit dem Immunsystem?

Es stimuliert unter anderem die Makrophagen!

Das sind die Fresszellen des Immunsystems, die Infanterie, also die Fußsoldaten, die in den direkten Kampf gehen und durch Vitamin D „wacher“ werden und den Erreger effizienter abwehren können.

Gerade Bakterien, Viren, Parasiten und Pilze

Cathelicidin

Makrophagen produzieren durch Vitamin D vermehrt Cathelicidin:

Cathelicidin ist ein antimikrobielles Peptid mit Breitspektrum-Wirkung: Tötet Bakterien, Viren und Pilze durch Zerstörung ihrer Zellmembranen.

In vitro wurde die Wirkung auch gegen Malaria nachgewiesen

Autophagie

Förderung der Autophagie, das heißt dem Abbau alter oder infizierter Zellen – wichtig gerade bei intrazellulären Erregern (z.B. Borrelien, Toxoplasmen), um diese in den infizierten Zellen abzubauen

Entzündungsregulation

Und auch wenn die Erregerthese nicht stimmt und wir die reine Autoimmunologische These stehen lassen, dann kontrolliert und limitiert Vitamin D trotz alledem übermäßige Entzündungen!

Diagnostik

Wenn der Schorsch also schon misst, dann vielleicht auch gerade bei MS die Infektiologie intrazellulärer Erreger, insbesondere Borrelien und Toxoplasmen.

Vorsicht reine Antikörpertests haben einen großen Haken!

Diese haben teilweise Sensitivitäten von 60%! Auf Deutsch; von 100 Proben mit nachgewiesener Borreliose findet dieser Test dann 60. Heißt er lässt 40 aus!!!

Wir verwenden hier Spezialtests, wobei zusätzlich die zelluläre Abwehr abgefragt wird um die Sensitivität auf ca. 90 % zu erhöhen.

Praxisansatz

In dieser wunderbaren Praxis mit diesem ursachensuchenden Geist, die ich übernehmen durfte, wofür ich sehr dankbar bin folge ich der Tradition:

👉 „Wer wissen will muß messen!“

Nicht aus Spaß oder der Wissenschaft, sondern weil wir Ursachen finden möchten, die es abzustellen gilt!

PS: Sehr häufig finden wir diese Erreger in Kombination mit Belastungen, also gerade bei Schwermetallbelastung…

Leitsatz

Gib dem Körper was er braucht und nimm ihm was ihn stört

Literatur

Pawełczyk A, Donskow-Łysoniewska K, Szewczak L, et al. Seroprevalence of Toxoplasma gondii and Borrelia burgdorferi infections in patients with multiple sclerosis in Poland. Sci Rep. 2024;14:11015. doi:10.1038/s41598-024-61714-y

Chmielewska-Badora J, Cisak E, Zwoliński J. Lyme borreliosis and multiple sclerosis: any connection? A seroepidemic study. Ann Agric Environ Med. 2003;10(1):127–130.

MacDonald AB. Borrelia in the brains of patients dying with dementia and multiple sclerosis. J Spirochetal Tick Borne Dis. 1995;2(1):31–34.

Cathelicidin. In: ScienceDirect Topics

Ulrich Strunz. Der Schorsch und Ihr Parathormon:
https://www.strunz.com/news/der-schorsch-und-ihr-parathormon.html